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Sonderveranstaltung ‚What if?‘ –
Gedankenspiel eines alternativen Weltverlaufs,
Mi, 4.10.2017

Claudia Zeiske im Gespräch mit Manaf Halbouni

Mittwoch, 4. Oktober 2017, 19 Uhr
Ort: Galerie der DG

Direkt nach dem Tag der Deutschen Einheit, noch politisch aufgeladen vom letzten
Wahlsonntag, freuen wir uns auf ein Politszenario der ganz anderen Art.
What if?“ fingiert einen dramatisch anderen Geschichtsverlauf.
Manaf Halbouni, What if, 2015, Foto: Manaf Halbouni
Claudia Zeiske von Deveron Projects lud Manaf Halbouni in diesem Jahr nach Huntly in Schottland ein,
um sein Projekt und den Film „What if?“ vorzustellen. Wir erhalten Einblicke in den Film, das Projekt und die Reaktionen vor Ort.

Seit 100 Jahren existieren im Nahen Osten Grenzlinien, die von zwei Diplomaten wie auf dem Reißbrett gezogen wurden. Das Sykes-Picot-Abkommen, ausgehandelt 1916 vom französischen Diplomaten François Georges-Picot und dem Engländer Mark Sykes, war eine geheime Übereinkunft zwischen den Regierungen Großbritanniens und Frankreichs, durch die deren koloniale Interessengebiete im Nahen Osten nach der Zerschlagung des Osmanischen Reiches im Ersten Weltkrieg festgelegt wurden.

In What If? geht der Künstler von einer Welt aus, in der die Industrierevolution nicht in Europa stattgefunden hat. Projektioniert auf die Zeit zwischen 1845 (Beginn der Industrierevolution) und 1939 (Beginn des zweiten Weltkrieges), sind die führenden Industriestaaten das Osmanische Reich, die Vereinten Arabischen Staaten und China.
Manaf Halbouni dreht in seinem Projekt What If? die Kolonialgeschichte um: die Kolonisierten sind die Kolonisatoren. Die Kolonisatoren sind die Kolonisierten.

Weitere Informationen zu den Projekten und dem Film finden Sie unter
Manaf Halbouni
Deveron Projects
Galerie der DG.