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Hubert Kiecol
Schrank, 1990
Stahl, Farbe, Beton
212 x 129 x 57 cm
Foto: Arno Declair, Hamburg
© VG Bild-Kunst, Bonn 2018
Courtesy Hubert Kiecol und Galerie Häusler Contemporary, München/Zürich

Über das Geistige in der Kunst. 100 Jahre nach
Kandinsky und Malewitsch
bis 10. November 2018

Über das Geistige in der Kunst.
100 Jahre nach Kandinsky und Malewitsch

12. September bis 10. November 2018
Eröffnung: 11. September 2018, 18 bis 21 Uhr

Finissage: Samstag, 10. November 2018, von 11 bis 15 Uhr

Ein Kooperationsprojekt der Deutschen Gesellschaft für christliche Kunst e.V. (DG) in München
und dem Museum für Konkrete Kunst (MKK) in Ingolstadt

KünstlerInnen
Anna Borgman/Candy Lenk (*1975, Århus, Dänemark/*1974, Sonneberg, Deutschland)
Edith Dekyndt (*1960, Ieper, Belgien)
Rainer Eisch (*1967, Thun, Schweiz)
Hubert Kiecol (*1950, Bremen-Blumenthal, Deutschland)
Bastian Muhr (*1981, Braunschweig, Deutschland)
Yelena Popova (*1978, Ural, Russland)
Brigitte Schwacke (*1957, Marl, Deutschland)

Im Herbst 2018, dem Jahr des 125-jährigen Bestehens der Deutschen Gesellschaft für christliche Kunst, eröffnet eine ungewöhnliche Kooperation zweier Ausstellungshäuser den frischen Blick auf „veraltete Definitionen“. Der Rückblick auf die Geburtsstunde der Konkreten Kunst eng verwoben mit der Suche nach dem Geistigen, lässt die aktuelle Kunst in einem neuen Licht erscheinen.

1912 erschien die bahnbrechende Schrift „Über das Geistige in der Kunst“ von Wassily Kandinsky. Zeitgleich mit ihm beschäftigten sich Künstler wie Piet Mondrian und Kasimir Malewitsch mit ähnlichen Gedanken. Sie suchten nach Möglichkeiten, wie man das Unsichtbare, das Transzendente, das Spirituelle darstellen könnte, und sie gelangten alle zu einem ungegenständlichen Malstil, bei dem allein der Farbe und der Form Bedeutung zukam.

Über hundert Jahre später stellt sich die Frage, welche Relevanz dieser geistigen Dimension in der ungegenständlichen Kunst geblieben ist. Die Konkrete Kunst gilt seit der Nachkriegszeit als eine streng mathematische Richtung, der jede spirituelle Bedeutung angeblich fehle, obwohl ihre Ursprünge bei Kandinsky und Malewitsch liegen. Eine junge Generation sieht sich nicht mehr in direkter Nachfolge solcher engen Stilbezeichnungen. Sie bezieht sich vielmehr assoziativ auf die Künstler zu Beginn des
20. Jahrhunderts und ihren synästhetischen Ansatz, Klang, Farbe und Bewegung zu einem Kunstwerk zu formen.

In der gemeinsamen Ausstellung von DG und MKK soll an exemplarischen Positionen aktueller Kunst dieser Suche nach dem „Geistigen“ nachgegangen werden. Anders als bei Kandinsky und seinen Zeitgenossen geschieht dies heute ohne den missionarischen Eifer und das Streben nach einer gesellschaftlichen Utopie. Was jedoch über die Zeit verbindet, ist der Glaube an die Kraft und die Magie der Kunst.

Kuratorinnen
Benita Meißner, Simone Schimpf, Yvonne Ziegler

Zur gemeinsamen Ausstellung ist ein Katalog erschienen.

Ausstellungsansichten, ‚Über das Geistige in der Kunst‘, Galerie der DG, 2018, Foto: Gerald von Foris