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Vorschau
Magdalena Jetelová ‚Pacific Ring of Fire‘
Eröffnung Di, 10.9.2019, 18 bis 21 Uhr

19:30 Uhr Begrüßung:
Dr. Walter Zahner, 1. Vorsitzender der DG
Einführung:
Benita Meißner, Kuratorin

Ausstellungsdauer: 11.9. bis 7.12.2019

Mit der Ausstellung‚Pacific Ring of Fire‘ stellt die Deutsche Gesellschaft für christliche Kunst das neueste künstlerische Projekt der tschechischen Künstlerin Magdalena Jetelová vor. In der multimedialen Ausstellung wird neben Leuchtkästen und einer raumgroßen Projektion auch ein ‚Telefongespräch‘ mit dem Mond zu hören sein. Vom einfachen aber aussagekräftigen ‚Zeichen’ bis hin zur komplizierten Laser- und Videoarbeit fokussieren dir Arbeiten der Künstlerin die Problematiken von Raum, Materie und Zeit.

Die Arbeiten zu ‚Pacific Ring of Fire‘ sind bei einer Expedition der Künstlerin in der Antarktis entstanden. Mittels eines Laserpointers konnte die geologische Nahtstelle zwischen der Pazifischen und der Antarktischen Platte von der Künstlerin beschrieben werden. Nachrichten wie „Essential is visible“ wurden vom Wasser aus auf die sich verändernden, zum Teil einstürzenden Eisberge geschrieben. Besonders in der Antarktis ist der Klimawandel nachvollziehbar und wird durch die fotografischen Aufnahmen als bedrohter Lebensraum in der Ausstellung präsent.

Die heute in München lebende Künstlerin wurde in den 1970er und 1980er Jahren durch ihre monumentalen, archaisch anmutenden Skulpturen bekannt. So entstand 1982 die Himmelstreppe ‚Steig‘ im Außenbereich der Kirche Pax Christi in Krefeld oder überdimensionierte Möbelstücke, die sie aus riesigen Baumstämmen mit der Motorsäge schnitt.Bereits diese frühen Arbeiten zeigen eine intensive Auseinandersetzung Jetelovás mit der Architektur und dem Verhältnis von Objekt und Raum. Seitdem entwickelte sich ihre Kunst weg von der Skulptur im Raum hin zu einer Auffassung des Raumes als Skulptur. Die künstlerische Inszenierung spezifischer Raumerfahrungen zieht sich wie ein roter Faden durch ihr Werk.

Magdalena Jetelová, Conversation, 2018